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Girls’ Day Tirol 2026: 720 Mädchen, 71 Betriebe und jede Menge neue Perspektiven

05 Mai

Am 23. April 2026 fand der Girls’ Day Tirol bereits zum 25. Mal statt – und zeigte auch im Jubiläumsjahr eindrucksvoll, wie wichtig geschlechtersensible Berufsorientierung weiterhin ist. Rund 720 Schülerinnen aus 42 Schulen in ganz Tirol nutzten die Gelegenheit, technische, handwerkliche, naturwissenschaftliche und digitale Berufsfelder praxisnah kennenzulernen. Mit dabei waren auch fünf junge Frauen des Aufbauwerks Nikolsdorf. Damit wurde der Girls’ Day Tirol auch im Jubiläumsjahr seinem Anspruch gerecht, berufliche Orientierung, Teilhabe und neue Perspektiven möglichst vielen Mädchen und jungen Frauen zugänglich zu machen. 71 Unternehmen und Bildungseinrichtungen öffneten ihre Türen und stellten insgesamt rund 850 Plätze zur Verfügung. 

Berufswelten ausprobieren und neue Perspektiven gewinnen 

Seit 25 Jahren eröffnet der Girls’ Day Tirol Mädchen Einblicke in Berufswelten, mit denen sie im Alltag oft noch zu wenig in Berührung kommen. Genau hier setzt das Projekt an: Es geht nicht nur darum, über Berufe zu informieren, sondern Erfahrungsräume zu schaffen. Wenn Mädchen selbst programmieren, löten, bauen, messen, planen oder experimentieren, werden neue Perspektiven greifbar.

Der Girls’ Day Tirol stärkt Mädchen darin, ihre Interessen ernst zu nehmen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und Berufswahl nicht an traditionellen Rollenbildern auszurichten. Denn technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Kompetenzen sind keine Frage des Geschlechts – sondern von Interesse, Talent, Förderung und Gelegenheit.

Die große Beteiligung von Schulen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen zeigt: Der Bedarf an solchen Angeboten ist auch nach 25 Jahren ungebrochen. Der Girls’ Day Tirol ist heute ein tirolweit verankertes Berufsorientierungsprojekt, das Schulen, Betriebe, Bildungseinrichtungen, Eltern und Öffentlichkeit miteinander verbindet.

Landesrätinnen besuchten Schülerinnen und Unternehmen am Aktionstag 

Auch das Land Tirol rückte den Aktionstag in den Mittelpunkt. Frauenlandesrätin Eva Pawlata und Arbeitslandesrätin Astrid Mair besuchten am 23. April 2026 Schülerinnen im ORF Landesstudio Tirol. Dort erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in technische Medienberufe wie Messtechnikerin, Kamerafrau, Filmschnittmeisterin, Moderatorin und Tontechnikerin. Durch praktische Aufgaben – vom Videoschnitt über Studiobesichtigungen bis hin zur Lötarbeit – wurden grundlegende Abläufe der Medienproduktion erlebbar.

Ein weiterer Besuch führte Landesrätin Eva Pawlata zur tragwerkspartner zt gmbH in Innsbruck. Dort standen Berufe und Tätigkeitsfelder rund um Bauwesen, Planung und Statik im Fokus – darunter Ziviltechnikerin, Bauingenieurin, Baustatikerin und Baumeisterin.

„Der Girls’ Day Tirol leistet seit 25 Jahren einen wichtigen Beitrag, um Chancengleichheit zu fördern und Mädchen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. Er soll sie ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen – auch jenseits traditioneller Rollenbilder“, betonte Landesrätin Eva Pawlata in der Pressemeldung des Landes Tirol.

Arbeitslandesrätin Astrid Mair hob zudem die arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Projekts hervor: „Der Girls’ Day zeigt Mädchen die Vielfalt an Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten auf und unterstützt sie dabei, ihre Entscheidungen an ihren Talenten und Interessen auszurichten. Das ist auch im Hinblick auf den Fachkräftebedarf von großer Bedeutung.“

Mehr als ein Aktionstag 

Was als Aktionstag begonnen hat, ist heute ein ganzjähriges Projekt mit verschiedenen Angeboten und Formaten. Im Vorfeld des Girls’ Day fanden 2026 tirolweit 57 Vorbereitungsworkshops an Schulen sowie insgesamt drei Informationsabende für Eltern und Erziehungsberechtigte statt.

Gerade Eltern und Erziehungsberechtigte spielen bei der Berufsorientierung eine wichtige Rolle: Sie begleiten Entscheidungen, geben Orientierung, stärken Interessen – und prägen oft bewusst oder unbewusst Vorstellungen davon, welche Ausbildungs- und Berufswege „passen“. Die Informationsabende boten daher Raum für Fragen, Austausch und praktische Einblicke in den Girls’ Day Tirol.

25 Jahre Girls’ Day Tirol: bleibende Relevanz 

Seit dem Start im Jahr 2002 hat der Girls’ Day Tirol knapp über 13.500 Mädchen erreicht. Über 120 Schulen sowie ebenso viele Unternehmen und Bildungseinrichtungen haben sich im Laufe der Jahre tirolweit beteiligt – viele davon seit vielen Jahren regelmäßig.

Das Jubiläum macht sichtbar: Der Girls’ Day Tirol ist kein isoliertes Einzelangebot, sondern eine starke Struktur für mehr Chancenvielfalt, geschlechtersensible Berufsorientierung und Fachkräftesicherung in Tirol. Er zeigt Mädchen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen – und er erinnert zugleich daran, dass Gleichstellung nicht allein durch Information entsteht, sondern durch konkrete Erfahrungen, sichtbare Vorbilder und Strukturen, die neue Wege ermöglichen.

Ein herzliches Danke gilt allen teilnehmenden Schulen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Lehrpersonen, Begleitpersonen, Trainerinnen, Kooperationspartnerinnen und Unterstützerinnen, die den Girls’ Day Tirol 2026 möglich gemacht haben.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Girls‘ Day Tirol Website!

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Dekorative Illustration: winkende Hand