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Ausbilder*innen-Stammtisch bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck

13 Mai

Am 16. April 2026 durfte das Ausbilderforum zum zweiten gemeinsamen Ausbilder*innen-Stammtisch mit dem Stadtmagistrat Innsbruck einladen. Der Stammtisch fand in der Berufsfeuerwehr Innsbruck statt und umfasste einen Vortrag zur Berufsfeuerwehr, eine Führung und eine Präsentation der Lehrlingsausbildung im Stadtmagistrat. Abschließend tauschten sich die Gäste bei einem gemütlichen Kaffee über den spannenden Nachmittag aus.

Arbeiten bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck

Im Seminarsaal der Berufsfeuerwehr begrüßte Personalamtsleiterin Mag.a Milka Peraic-Rasic die rund 40 Gäste und freute sich über das rege Interesse am Ausbilder*innen-Stammtisch. Das Stadtmagistrat bildet in seinen diversen Ämtern seit vielen Jahren Lehrlinge aus. Deshalb schätzt man den Besuch der anwesenden Ausbilder*innen sehr und freut sich auf den gemeinsamen Austausch.

Nach den Grußworten der Personalamtsleiterin hieß auch Branddirektor Mag. (FH) Helmut Hager die Gäste willkommen und schildete in einem kurzweiligen Vortrag die weitreichenden Aufgabengebiete der Berufsfeuerwehr Innsbruck. So betreut die Berufsfeuerwehr das gesamte Stadtgebiet, unterstützt aber auch Tunnel- und Höheneinsätze, Tauchdienste oder die Bergung von Gefahrengut außerhalb Innsbrucks.

Die Berufsfeuerwehr hat derzeit etwa 125 Mitarbeiter*innen im Brand und Verwaltungsdienst und bildet als Teil des Stadtmagistrats ebenfalls Lehrlinge aus. Jeweils ein Lehrling kann im Lehrberuf Bürokauffrau/-mann ausgebildet werden. Dieser findet in der Feuerwehr ein sehr spannendes Aufgabenfeld vor.

Auf die Frage, wie man Mitarbeiter*in im Branddienst wird, erläuterte Branddirektor Hager, dass man neben körperlicher Fitness und Belastbarkeit auch eine technische oder handwerkliche Ausbildung mitbringen muss. Die Tätigkeiten bei der Berufsfeuerwehr umfassen nämlich auch Reparatur-, Wartungs- und Montagearbeiten, für die ein gewisses Geschick unerlässlich ist.

Betriebsführung durch die Berufsfeuerwehr

Nach seinem Vortrag führte Branddirektor Helmut Hager die Gäste durch das große Areal der Berufsfeuerwehr. Zunächst durften die anwesenden Ausbilder*innen den Bürotrakt, die Einsatzzentrale und auch die Kantine besichtigen. Anschließend ging es durch diverse Fahrzeughallen und Werkstätten bis hin in die hauseigene Fitnesshalle.

Hager erläuterte den Gästen, dass die Berufsfeuerwehrleute einen festen Schichtplan haben, der neben Außeneinsätzen auch Werkstattdienste umfasst. Bei diesen Werkstattdiensten werden Wartungen und Reparaturen bei der Ausrüstung oder bei den Fahrzeugen durchgeführt. In der Tischlerei schneiden Mitarbeiter*innen beispielsweise Holzplatten zu, die bei Glasbruch von der Feuerwehr an betroffenen Fenstern angebracht werden. Fallweise fertigt man hier auch notwendiges Mobiliar für die Einsatzräume der Feuerwehr.

In den Fahrzeughallen konnten die Ausbilder*innen diverse Einsatzfahrzeuge in verschiedenen Ausführungen besichtigen und durften auch selbst in einem Fahrzeug Platz nehmen. Branddirektor Hager zeigte den Gästen auch die Boote, die für Einsätze auf dem Wasser genutzt werden und erzählte, wie Taucheinsätze bei der Feuerwehr ablaufen. Aufgrund des laufenden Betriebs in den Hallen konnten die Gäste nebenbei live vor Ort die Einsatzvorbereitung und Abfahrt einer Gruppe mitverfolgen.

Lehre im Stadtmagistrat Innsbruck

Nach Abschluss dieser unterhaltsamen und spannenden Führung eröffnete Sabine Floßmann, Lehrlings- und Gleichbehandlungsbeauftragte im Stadtmagistrat, den letzten Programmpunkt. In einem interessanten Impulsvortrag erläuterte sie, wie die Lehrlingsausbildung im Stadtmagistrat organisiert ist. Weiters beschrieb sie Besonderheiten der Ausbildungsstrategie, wie die intensive Onboardingphase und das hauseigene Schulungsprogramm für Lehrlinge.

Die Onboardingphase für neue Lehrlinge im Stadtmagistrat reicht jährlich von Oktober bis Dezember. Die Intensität ist dem Umstand geschuldet, dass die ausbildenden Ämter und Bereiche des Stadtmagistrats (z.B. Grünanlagen, Berufsfeuerwehr, Stadtarchiv und -bibliothek) über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Um die räumliche Distanz zwischen den Lehrlingen zu überbrücken, werden in regelmäßigen Abständen gemeinsam Ausbildungsstätten besucht und abwechslungsreiche Aktivitäten durchgeführt. Dazu zählen beispielsweise ein Besuch beim Bürgermeister oder bei einer Gemeinderatssitzung, gemeinsames Kekse backen und Adventkranzbinden. Daneben besuchen die Lehrlinge aber auch fachliche Fortbildungen zu Themen wie Datenschutz, Social Media oder Cybersecurity. Diese gemeinsamen Aktivitäten dienen dazu, Kontakte zwischen den Lehrlingen herzustellen und ihnen ein Verständnis für die Bandbreite der Lehrberufe und der Aufgabengebiete des Stadtmagistrats zu vermitteln.

Das Schulungsprogramm des Stadtmagistrats umfasst unter dem Oberbegriff „Lebenskompetenzen“ diverse Module, in denen die Lehrlinge persönliche und soziale Skills schärfen können. Die Module werden von einer externen Trainerin durchgeführt und selbstständig von den Lehrlingen gebucht.  Bis zum Ende der Lehrzeit muss jeder Lehrling das gesamte Programm durchlaufen. Auch für Ausbilder*innen bietet das Stadtmagistrat ein eigenes Fortbildungsprogramm an. Im Rahmen dieses Programms konnten sich bereits diverse Ausbilder*innen zu Mentor*innen fortbilden. Das gesamte Programm ist auf die Ausbildung im Stadtmagistrat ausgerichtet, ganz nach dem Prinzip „Wer gut ausgebildet ist, bildet selbst gut aus“.

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Dekorative Illustration: winkende Hand