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Ausbilder*innen-Stammtisch bei MULTIVAC Maschinenbau

Gruppenfoto von den Gästen am Stammtisch bei MULTIVAC

Am 17. September 2026 lud das Ausbilderforum gemeinsam mit MULTIVAC Maschinenbau zum Ausbilder*innen-Stammtisch nach Lechaschau. Das Allgäuer Unternehmen bietet individuelle Verpackungs- und Verarbeitungslösungen an und bildet am Standort Lechaschau derzeit die Lehrberufe Metalltechnik – Maschinenbautechnik und Mechatronik – Fertigungstechnik aus.

Von der Garagenfirma zum Konzern – Vorstellung des Unternehmens

Im Ausbildungszentrum begrüßte Werksleiter Matthias Pürstl die Gäste und beschrieb im Rahmen einer Präsentation den interessanten Werdegang des Unternehmens. Den Grundstein von MULTIVAC legten nämlich Sepp Haggenmüller und Artur Vetter im Jahr 1961, als sie gemeinsam in einer Garage eine Vakuumkammermaschine zum Verpacken von Lebensmitteln entwickelten. Aus dieser einstigen „Garagenfirma“ ist mittlerweile ein internationales Unternehmen mit 14 Produktionsstandorten und über 7.500 Mitarbeiter*innen geworden.

Der Standort in Lechaschau wurde dann 1974 aufgrund der schnell wachsenden Nachfrage nach Verpackungsmaschinen gegründet. Mittlerweile befindet sich hier eines der größten MULTIVAC-Werke mit derzeit 365 Mitarbeiter*innen aus 16 verschiedenen Nationen. Diese Mitarbeiter*innen fertigen Baugruppen für die Verpackungsmaschinen sowie die dafür notwendigen Bauteile.

Da MULTIVAC hauptsächlich die Lebensmittel- und Medizingüterbranche beliefert, schätzt man, dass täglich 1,8 Milliarden Menschen Verpackungen nutzen, die mit Lösungen von MULTIVAC hergestellt werden. Somit zählt MULTIVAC zu den Weltmarktführen, worauf man im Unternehmen sehr stolz ist.

Abschließend berichtete Werksleiter Pürstl, dass man derzeit besonders an der Nachhaltigkeit der MULTIVAC-Werke und der Verpackungskonzepte feilt. So erzeugen etwa unternehmenseigene Photovoltaik-Anlagen grünen Strom für den Eigenbedarf. Im Bereich der Verpackungsmaterialien versucht man zunehmend sogenannte „Monomaterialien“ einzusetzen. Diese benötigen bei ihrer Herstellung nämlich weniger fossile Rohstoffe und sind leichter zu recyclen.

Vom Lehrling zur Fachkraft – Das Zusammenspiel von Ausbildungszentrum und Werk

Nach der Präsentation des Unternehmens führten die beiden Ausbilder Andreas Grießer und Michael Pohler die Gäste durch das Ausbildungszentrum und durch die verschiedenen Werksabteilungen. Dabei erfuhren die Anwesenden, dass man am Standort Lechschau in den letzten Jahren stark in die Modernisierung der Ausbildungseinrichtungen investiert hat. So wurde 2014 ein Ausbildungszentrum mit mehr als 1000 m² Fläche gebaut, in dem bis zu 60 Lehrlinge ihre ersten beiden Ausbildungsjahre verbringen.

Hier betreuen sie vier Vollzeitausbilder*innen, die die Ausbildung auch eng an die technischen Weiterentwicklungen im Werk anpassen. Nimmt man zum Beispiel im Werk eine neue Maschine in Betrieb, kauft man auch ein Exemplar für das Ausbildungszentrum, um die Lehrlinge sogleich damit vertraut zu machen. Im dritten Jahr lernen die Lehrlinge dann selbst verschiedene Abteilung im Werk kennen, um nach ihrem Lehrabschluss nahtlos dorthin übergleiten zu können. Alle Lehrlinge, die nach ihrer LAP im Unternehmen bleiben möchten, können auch übernommen werden.

Nach der Besichtigung des Ausbildungszentrums konnten die Gäste verschiedene Abteilungen des Werks wie die Fräserei, die Dreherei oder den Werkzeugbau besichtigen. Dabei erfuhren sie, dass MULTIVAC alle Maschinen auf Maß fertigt und in der Regel in etwa 16 Tagen zusammengebaut. Die Komplettierung und Auslieferung der Maschinen an die Endkund*innen erfolgt dann im Hauptsitz in Wolfertschwenden. Eine komplettierte Verpackungsmaschine kann dann beispielsweise Lebensmittelprodukte portionieren, verpacken, versiegeln und sogar auf eventuelle Fremdkörper und Verunreinigungen überprüfen, sodass man das Produkt sofort ausgeliefern kann.

50 Jahre Lehrlingsausbildung – Präsentation des Lehrlingsbaums

Nach diesem interessanten Ausflug in die Welt der Verpackungsmaschinen begaben sich die Gäste zurück ins Ausbildungszentrum. Dort enthüllte Ausbildungsleiter Matthias Kirchmayr einen lebensgroßen Ausbildungsbaum, der man anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Lehrlingsausbildung bei MULTIVAC gefertigt hat. Der Ausbildungsbaum trägt fast 300 Blätter aus Metall, wovon jedes Blatt den Namen eines Lehrlings trägt, der seit 1976 die Ausbildung im Werk absolviert hat. Damit steht er symbolisch für das Wachstum das Lehrlinge und Unternehmen erfahren haben, aber auch für das Vertrauen in die nächste Generation.

Nachdem die Gäste den Ausbildungsbaum bewundert hatten und sogar einige Bekannte entdecken konnten, die ihre Ausbildung bei MULTIVAC absolviert haben, tauschte man sich bei einem Buffet noch ausgiebig aus und ließ gemeinsam einen spannenden Nachmittag ausklingen.

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Dekorative Illustration: winkende Hand

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