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Verbesserung der Teilhabechancen am Arbeitsmarkt

31 Jan

Ein zentrales Handlungsfeld der Strategie „Arbeitsmarkt Tirol 2030“ ist die Verbesserung der Teilhabechancen am Arbeitsmarkt. Insbesondere beeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene sind mit Blick auf den Eintritt und der Teilhabe am Arbeitsmarkt ausgrenzungsgefährdet. Durch Kooperation und Bündelung von Aktivitäten der Systempartner*innen soll das Angebot für diese Personengruppe in Tirol weiterhin an den sich wandelnden Bedürfnissen und Herausforderungen ausgerichtet werden.

Als Bindeglied zwischen den zentralen arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Akteuren unterstützt die amg-tirol dabei, Initiativen der Strategie „Arbeitsmarkt Tirol 2030“ erfolgreich umzusetzen. Wir übernehmen eine koordinierende Rolle, um sicherzustellen, dass alle beteiligten Partner*innen ihre Ressourcen optimal einsetzen können“ erklärt Geschäftsführerin Beatrice Juen.

Neben der Koordination des Beschäftigungspaktes Tirol hat die amg-tirol im Jahr 2024 die Arbeit von sieben Maßnahmenfeldgruppen und spezifischen Untergruppen koordiniert. Wesentliche Meilensteine der Strategieumsetzung im Jahr 2024 waren der Auftakt der Maßnahmenfeldgruppe »Abbau von Rollenbildern am Arbeitsmarkt« im Lead des Landes Tirol, der Maßnahmenfeldgruppe »Etablierung Kompetenzerhebung/-anerkennung« im gemeinsamen Lead von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Tirol sowie die vorzeitige Gründung der Maßnahmenfeldgruppe »Niederschwellige Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene«, mit der die Teilhabechance am Arbeitsmarkt verbessert werden soll.

Die Maßnahmenfeldgruppe »Niederschwellige Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene« wird in Zusammenarbeit von AMS Tirol und Sozialministeriumservice –Landesstelle Tirol mit der amg-tirol als Koordinierungsstelle und in Kooperation mit den relevanten Systempartner*innen umgesetzt. Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die spezifische Arbeitsgruppe zur „Arbeitsfähigkeit bis 25 (AF25)“.

Die AF25 ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer inklusiveren Arbeitswelt für junge Menschen mit Beeinträchtigungen. Grundlage für diese Initiative ist eine am 1.1.2024 in Kraft getretene Gesetzesnovelle, die den Entfall der verpflichtenden Arbeitsunfähigkeitsfeststellung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelt. Die AF25 verfolgt das Ziel, die Arbeitsmarktintegration dieser jungen Menschen nachhaltig zu fördern und ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern.

„Wir können nun aktiv die Arbeitsmarktintegration dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen betreuen und mitgestalten. Die damit verbundene intensive und gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen und Teilnehmenden bietet den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die besten Voraussetzungen für den Schritt ins Berufsleben und die Möglichkeit, durch den Bezug einer Deckung des Lebensunterhaltes eine eigene finanzielle Basis zu erlangen“, erklärt Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol.

„Junge Menschen mit erheblichen Beeinträchtigungen benötigen oft mehr Zeit, niederschwellige Angebote und individuelle Unterstützung, um ihre Fähigkeiten zu entfalten. Mit der AF25-Initiative werden neue Chancen geschaffen und gleichzeitig die Stigmatisierung dieser Personengruppe beendet“, so Angelika Alp-Hoskowetz, Leiterin des Sozialministeriumservices – Landesstelle Tirol.

Durch die Zusammenarbeit von Land Tirol, AMS Tirol, dem Sozialministeriumservice und der amg-tirol werden neue Perspektiven geschaffen, die jungen Erwachsenen eine langfristige Integration in den Arbeitsmarkt ermöglichen und ihre soziale Inklusion.

Mit dem Auftakt ist ein wichtiger Schritt erfolgt, um die Teilhabechancen der in Tirol lebenden Menschen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Ergänzend zu den Aktivitäten im Rahmen der AF25 wird die Maßnahmenfeldgruppe »Niederschwellige Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene« in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig sich dem Thema Gesundheit widmen.

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